CBD bei ADHS – Eine wirksame Alternative auch bei Kindern?

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CBD soll bei ADHS helfen. So zumindest lautet die Hoffnung der Betroffenen. Denn bis heute ist die Behandlung der verbreiteten Aufmerksamkeitsstörung recht anspruchsvoll und komplex. Insbesondere die klassischen Medikamente haben oft massive Nebenwirkungen.

Ob Cannabidiol in der Therapie eine sinnvolle Alternative darstellen kann und zu welchem Ergebnis wissenschaftliche Studien kommen, zeigen wir Dir in diesem Artikel…

Was ist ADHS (ADS)?

Bei ADHS handelt es sich um eine angeborene Krankheit, die in der Regel schon im Kindesalter auffällt und theoretisch bis ins Erwachsenenalter hinein bestehen kann.

ADHS steht dabei als Abkürzung für “Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung”. Die Abkürzung ADS gilt in der Fachliteratur als veraltet und beschreibt eine einfache Aufmerksamkeitsstörung, ohne ausgeprägte Hyperaktivität.

Wusstest Du schon?

 


Obwohl die Krankheit ADHS bereits im 19. Jahrhundert entdeckt und beschrieben wurde, wird oft behauptet, dass es sich um eine neuartige “Modekrankheit” handelt, die durch übermäßigen Medienkonsum oder falsche Erziehung zustande kommt.

Die Ursachen liegen jedoch ganz woanders… Nämlich im Gehirn der Betroffenen. Hier werden einige Areale nicht ausreichend mit Botenstoffen wie zum Beispiel Dopamin, Serotonin und Noradrenalin versorgt, die für eine reibungslose Funktion der Nervenzellen aber sehr wichtig sind.

Durch das Fehlen einer ausgeprägten Filterfunktion prasseln die wahrgenommenen Informationen und Reize ungehindert auf das Gehirn ein. Die Folge: Die betroffene Person kann sich nur sehr schlecht auf eine Aufgabe konzentrieren. Dies ist auch der Grund, warum die Krankheit bei Kindern oft im Grundschulalter entdeckt wird.

Weiterführende Informationen erhältst Du auf dem ADHS-Infoportal.

ADHS in Deutschland – Aktuelle Zahlen

Im Jahr 2006 wurde eine umfangreiche Untersuchung zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Demnach leiden 2,9% der Vorschulkinder und 7,9% der Jugendlichen an ADHS. Über alle Altersklassen hinweg liegt der Gesamtanteil der Betroffenen bei ca. 5-6%.

Jungen sind dabei 2-4 mal häufiger betroffen als Mädchen. Bei etwa 40-60% aller Betroffenen liegt die Krankheit auch noch im Erwachsenenalter vor.[1]

Einer weiteren Statistik des “European College of Neuropsychopharmacology” (ECNP) zufolge leiden in der EU schätzungsweise 3,3 Millionen Menschen an ADHS (2011).[2]

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5% bis 6% der deutschen Gesamtbevölkerung leiden unter ADHS. Das entspricht etwa 4-5 Millionen Menschen. In Europa sind etwa 3,3 Millionen Menschen betroffen. Dies entspricht ca. 0,7%.

Wie kann CBD gegen ADHS helfen?

Zunächst stehen bei CBD die bekannten angstlösenden und entspannenden Eigenschaften im Vordergrund. Insbesondere Menschen mit einer starken hyperaktiven Ausprägung kann somit schon geholfen werden.

Darüber hinaus wurde in einer Studie bereits bestätigt, dass CBD die Serotoninkonzentration im Gehirn steigern kann.[3] Eigentlich lag der Fokus der Studie auf der Erforschung der Wirkung gegen Depressionen. Doch – wie oben bereits angedeutet – spielt der Neurotransmitter auch bei ADHS eine große Rolle.

Leider gibt es bislang nur sehr wenige Studien, die sich explizit auf die Wirkung von CBD bei ADHS konzentrieren.

Dennoch gibt es wissenschaftliche Hinweise, die auf die Wirksamkeit von Cannabidiol bei einer Aufmerksamkeitsstörung hindeuten:

Können Studien die Wirkung von CBD bei ADHS beweisen?

Eine deutsche Studie, die im Jahr 2015 durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Cannabis bei der Behandlung von ADHS helfen kann. In der Studie schreiben die Wissenschaftler:

“Unter der Monotherapie mit Cannabis erreichten 73% der Patienten ein ADHS-Symptomniveau, das es ihnen ermöglichte, am Arbeits- und Gesellschaftsleben teilzunehmen. In 47% der Fälle wurde eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit explizit erwähnt. Besonders hilfreich erschien die Reduzierung von Unruhe und Impulsivität.”[4] (Übersetzung des Autors)

Eine australische Studie aus dem Jahr 2012 kam außerdem zu dem Ergebnis, dass die Verabreichung von CBD dazu führte, die Hyperaktivität bei Ratten zu hemmen. Die beteiligten Forscher formulieren es folgendermaßen:

“Sowohl Cannabidiol als auch Clozapin hemmten die MK-801-induzierte Hyperaktivität. Es gab jedoch keine Auswirkungen der Vorbehandlung auf Beeinträchtigungen der Aufmerksamkeitsspanne.”[5] (Übersetzung des Autors)

Wie Du siehst, steckt die Erforschung der Auswirkungen von Cannabidiol auf ADHS noch in den Kinderschuhen. Doch obwohl nicht alle Symptomatiken beseitigt werden konnten, stellen die CBD-Tropfen trotzdem ein potentiell sehr hilfreiches Mittel dar, um ADHS zu bekämpfen.

Potentielle Nachteile der konventionellen Therapie von ADHS

In der Regel wird den Betroffenen zur Behandlung von ADHS Ritalin verschrieben. Es sorgt dafür, dass sich die Patienten besser konzentrieren und fokussieren können. Nicht umsonst ist das Mittel auch unter Studenten beliebt, die es illegal ohne Rezept einnehmen, um für Prüfungen zu lernen.

Du möchtest noch mehr über die Problematik im Umgang mit Ritalin erfahren? Dann empfehlen wir Dir diesen spannenden Beitrag vom BR.

Allerdings besitzt das verschreibungspflichtige Medikament teilweise heftige Nebenwirkungen. Die Einnahme muss deshalb auch immer gut begründet werden und darf sich nicht nur auf das bloße Vorhandensein von Symptomen stützen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören unter anderem Schlafprobleme, Angst, Suizidgedanken, Aggressionen und Stimmungsschwankungen.

Sehr selten und empirisch nicht klar belegte Nebenwirkung sind Krampfanfälle, Wachstumsverzögerungen und eine reduzierte Gewichtszunahme bei Kindern.

Kann CBD-Öl begleitend zur Therapie angewendet werden?

Neben der medikamentösen Behandlung von ADHS steht vor allem auch die Verhaltenstherapie an erster Stelle. Mithilfe verschiedener Methoden möchte man den Betroffenen “Werkzeuge” an die Hand geben, mit denen sie ihren Alltag trotz Krankheit ohne Probleme meistern können.

Der große Vorteil einer gelungenen Therapie ist die damit einhergehende Möglichkeit, die Dosierung der Medikamente potentiell zu reduzieren. Auch ohne Medikamente wurde die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie insbesondere bei Kindern nachgewiesen.

Mit großer Wahrscheinlichkeit kann CBD ergänzend in die Therapie integriert werden. Möglicherweise können dann in Kombination mit einer erfolgreichen Behandlung herkömmliche Medikamente abgesetzt bzw. noch geringer dosiert werden.

Zwei weitere Punkte, die für CBD als begleitende Maßnahme zur Therapie sprechen:

  • CBD wirkt im Gegensatz zu Ritalin nicht direkt im Gehirn
  • CBD besitzt im Gegensatz zu Cannabis keine psychoaktive Wirkung

Auch Kindern kann CBD helfen, die Symptome von ADHS begleitend mit einer Therapie zu reduzieren. Da die Krankheit oft im Kindesalter entdeckt wird, würde sich eine solche alternative Behandlung anbieten.

Wichtiger Hinweis:
Trotz möglicher positiver Effekte auf die Krankheit dürfen wir CBD-Öl aufgrund von rechtlichen Bestimmungen für Kinder nicht empfehlen.

Die richtige Dosierung von CBD-Öl bei ADHS finden

Aufgrund der in der EU nicht eindeutigen rechtlichen Lage in Bezug auf die Einnahme von CBD-Öl, dürfen wir an dieser Stelle leider keine konkrete Dosierungsempfehlung aussprechen.

Um Dir trotzdem einen Anhaltspunkt zu geben, möchten wir Dir gerne berichten, welche Einnahme-Empfehlungen für das Land Kanada gelten. Zur Zeit wird dort die orale Einnahme von täglich 2 x 4 Tropfen empfohlen.

Im besonderen Falle einer Aufmerksamkeitsstörung möchten wir Dich aber in jedem Falle bitten, vor einer Einnahme mit dem behandelnden Arzt oder Therapeuten zu sprechen.

Wenn Du Dich im Vorfeld noch eingehender mit dem Thema beschäftigen möchtest, haben wir Dir in unserem Artikel einige hilfreiche Informationen zu Dosierung und Einnahme von CBD zusammengetragen:

CBD Dosierung – In 3 einfachen Schritten zur richtigen Einnahme!

Können bei der Einnahme von CBD Nebenwirkungen auftreten?

Nach dem jetzigen Stand der Forschung und unter Einbezug der Erfahrungen unserer Kunden können wir sagen, dass es bei der Einnahme von CBD nur äußerst selten zu Nebenwirkungen kommt.

Doch auch hier empfehlen wir im besonderen Fall einer ernsthaften Krankheit, Dich vorher mit dem behandelnden Arzt auszutauschen, um eventuellen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten vorzubeugen.

Hier erhältst Du weitere Infos über Nebenwirkungen und Wechselwirkungen von CBD.

CBD gegen ADHS – Unser Fazit

ADHS ist eine ernstzunehmende Krankheit, die ohne Therapie schwerwiegende Folgen auf das berufliche und soziale Leben der Betroffenen haben kann. Zudem ist der Leidensdruck bei einer Erkrankung enorm hoch.

CBD kann gegen ADHS bzw. ADS helfen. Allerdings steckt die wissenschaftliche Forschung noch in den Kinderschuhen. Wenn man aber bedenkt, welch schwere Nebenwirkungen klassische Mittel wie zum Beispiel Ritalin nach sich ziehen können, sollte die ergänzende Behandlung mit Cannabidiol zumindest einmal ausgetestet werden.

[1] ADHS / ADS, ADHS Deutschland e.V., http://www.adhs-deutschland.de/Home/ADHS/ADHS-ADS/Haeufigkeit.aspx (abgerufen: 18.07.2019)

[2] Geschätzte Fallzahlen von psychischen Erkrankungen in der EU 2011 in Millionen, Statista, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/200448/umfrage/fallzahlen-psychische-erkrankungen-in-der-eu-schaetzung/ (abgerufen: 18.07.2019)

[3] Alexandre R. de Mello Schier, Natalia P. de Oliveira Ribeiro, Danielle S. Coutinho, Sergio Machado, Oscar Arias-Carrión, José A. Crippa, Antonio W. Zuardi, Antonio E. Nardi, Adriana C. Silva: Antidepressant-Like and Anxiolytic-Like Effects of Cannabidiol: A Chemical Compound of Cannabis sativa, 23. März 2013, https://cbd-b.be/wp-content/uploads/2018/09/2014-Antidepressant-Like-and-Anxiolytic-Like-Effects-of-Cannabidiol.pdf (abgerufen: 18.07.2019)

[4] Milz, Eva & Grotenhermen, Franjo. (2015). Successful authorised therapy of treatment resistant adult ADHD with Cannabis: experience from a medical practice with 30 patients, https://www.researchgate.net/publication/331629710_Successful_authorised_therapy_of_treatment_resistant_adult_ADHD_with_Cannabis_experience_from_a_medical_practice_with_30_patients (abgerufen: 18.07.2019)

[5] Anand Gururajan, David A Taylor, Daniel T Malone: Cannabidiol and clozapine reverse MK-801-induced deficits in social interaction and hyperactivity in Sprague–Dawley rats, 9. April 2012, Journal of Psychopharmacology, https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0269881112441865?journalCode=jopa (abgerufen: 18.07.2019)

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