CBD gegen Epilepsie – Kann das Öl auch Kindern helfen?

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Laut diversen Studien soll CBD gegen Epilepsie helfen. Auch bei betroffenen Kindern soll das Öl für Besserung sorgen. Wir haben uns die Ergebnisse der Untersuchungen genauer angesehen und klären in diesem Beitrag, wie Cannabidiol in unserem Körper wirkt und ob die Häufigkeit der Epilepsie-Anfälle tatsächlich effektiv verringert werden kann…

CBD gegen Epilepsie: Authentische Erfahrungen bestätigen Wirkung

Die positiven Effekte von CBD-Öl auf Epilepsie konnten durch die Erfahrungen von Betroffenen bereits bestätigt werden. So auch von Tommy K., der seit seinem 12. Lebensjahr unter Epilepsie gelitten hat. Im Erfahrungsbericht wird über ihn geschrieben:

„Das war der 23.06.2016, ein Wendepunkt in Tommys Leben, denn da hat er zum ersten mal 5%-es Hanföl genommen und hatte von da an bis heute noch keinen einzigen Anfall, keine Auren, keine Absencen, keine Epilepsie und auch keine psychogenen Anfälle.“[1]

Um den Rahmen nicht zu sprengen, wollten wir Dir an dieser Stelle nur einen exemplarischen Bericht zeigen. Wenn Du Dich damit aber noch ausführlicher auseinandersetzen möchtest, empfehlen wir Dir, im Internet einfach mal direkt nach weiteren Erfahrungen zu suchen.

Aktuelle Studien zum Thema CBD & Epilepsie

Nachdem wir uns nun einen Erfahrungsbericht angesehen haben wollen wir uns im nächsten Absatz mit der Wissenschaft hinter diesen positiven Eigenschaften beschäftigen.

Die Wirkung von CBD (Cannabidiol) bei Epilepsie wurde im Jahr 2017 in einer wissenschaftlichen Studie untersucht. Beteiligt waren unter anderem Forscher aus England und den USA.

Ziel war es, die Effekte von Cannabidiol bei Patienten mit Dravet-Syndorm zu überprüfen. Beim Dravet-Syndrom handelt es sich um eine sehr seltene schwere Epilepsieerkrankung, bei der eine Anfallsfreiheit auch mit Medikamenten nur selten zu erreichen ist.

Behandelt wurden die Betroffenen entweder mit 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht und pro Tag oder mit einem Placebo zur Kontrolle. Die Teilnehmer wurden dann nach dem Zufallsprinzip in eine der beiden Gruppen eingeteilt.

Die Ergebnisse der Studie:

➔ Die durchschnittliche Häufigkeit von Krampfanfällen pro Monat sank bei der Gruppe, die mit Cannabidiol behandelt wurde von 12,4 auf 5,9. In der Placebo-Gruppe sank die Zahl hingegen nur von 14,9 auf 14,1.

➔ Darüber hinaus wurden unglaubliche 5% der Teilnehmer anfallsfrei (Placebo-Gruppe: 0%).

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In der Placebo-Gruppe sank die durchschnittliche Anzahl an Anfällen im Monat nur von 14,9 auf 14,1. Außerdem wurde keiner der Teilnehmer in der Kontrollgruppe anfallsfrei.

➔ Gemessen an der Bewertungsskala für den globalen klinischen Eindruck (Clinical Global Impression, CGI) verbesserte sich der Zustand der Teilnehmer um mindestens eine Kategorie (Placebo-Gruppe: 34%).

Die beteiligten Forscher fassen die Ergebnisse folgendermaßen zusammen:

“Bei Patienten mit dem Dravet-Syndrom führte Cannabidiol zu einer stärkeren Abnahme der Krampfanfälle als Placebo […]”[2] (Übersetzung des Autors)

Auch die Ergebnisse einer israelischen Studie, die an der Universität Tel Aviv durchgeführt wurde, legen nahe, dass es sich bei CBD um ein probates Mittel gegen Epilepsie bei Kindern handeln könnte.

In der Zusammenfassung der Studie formulieren die Wissenschaftler:

“Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Zugabe von CBD-angereichertem Cannabisextrakt zum Behandlungsschema von Patienten mit refraktärer (resistenter, Anm. d. Red.) Epilepsie zu einer signifikanten Verringerung der Anfallshäufigkeit nach Angaben der Eltern führen kann.”[3] (Übersetzung vom Autor)

Kann CBD Epilepsie heilen?

Das ist trotz der oben besprochenen Studienergebnisse bisher noch nicht ganz sicher. Allerdings überschneiden sich die Erfahrungen von Betroffenen immer häufiger mit den neusten Erkenntnissen der Wissenschaft.

Stand jetzt ist CBD-Öl noch kein spruchreifes Heilmittel für Epilepsie. Ob sich dies in naher Zukunft ändern wird, bleibt abzuwarten.

Epilepsie bei Hund & Katze: Kann Cannabidiol helfen?

Ob CBD auch bei Hunden und Katzen mit Epilepsie helfen kann, ist wissenschaftlich bisher nicht gesichert. Denn die Studien nehmen bisher nur Bezug auf die Wirkung beim Menschen.

Dennoch gibt es im Internet einige Erfahrungsberichte, die zeigen, dass Tiere, die an einem akuten Epilepsie-Anfall leiden, durch CBD Hanföl beruhigt werden können.

Was ist Epilepsie überhaupt?

Bei Epilepsie handelt es sich um eine Krankheit, bei der es zu sogenannten epileptischen Anfällen kommt, die auch zu Stürzen und dementsprechenden Verletzungen führen können. Ausgelöst werden diese spontanen Krampfanfälle im Gehirn der Betroffenen.

Die Problematik besteht hauptsächlich darin, dass weder vor noch während des Anfalls keinerlei offensichtliche Ursachen erkennbar sind (z.B. eine Kopfverletzung oder eine Entzündung des Gehirns).

Was man weiß, ist, dass sich bei einem Anfall zeitgleich mehrere Nervenzellen im Gehirn abrupt entladen.

Die Folge ist eine kurzfristige Funktionsstörung des Gehirns.

Oft dauert solch ein Anfall nur wenige Sekunden bzw. Minuten an.

Wusstest Du schon?
Auch das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom (ADHS) ist auf eine Störung bzw. eine Unterversorgung des Gehirns zurückzuführen. Hier beantworten wir ausführlich die Frage, ob ADHS durch CBD gelindert werden kann.

Ein epileptischer Anfall kann sehr unterschiedlich verlaufen:

  1. Einerseits kann es vorkommen, dass der Betroffene krampft, stürzt und sich dabei verletzt. Solch extreme Anfälle sind allerding eher die Seltenheit.
  2. Viel öfter treten Anfälle auf, die von Außen betrachtet gar nicht auffallen. Die Betroffenen sind dann für einen kurzen Zeitraum wie weggetreten und nicht bei der Sache, verhalten sich ansonsten aber normal.

Außerdem wird bei den Anfällen zwischen zwei Arten unterschieden:

  • Fokaler Anfall: Betrifft nur Teile des Gehirns
  • Generalisierter Anfall: Betrifft das ganze Gehirn

Die Verbreitung von Epilepsie in Deutschland

Die Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern. Zudem gilt sie als die häufigste neurologische Krankheit überhaupt. Etwa 1% der deutschen Gesamtbevölkerung leidet unter einer aktiven Epilepsie. Das entspricht etwa 820.000 Menschen!

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Obwohl die Krankheit insgesamt relativ selten vorkommt, zählt sie bei Kindern zu den häufigsten chronischen Krankheiten.

Unter Frauen und Männern ist die Krankheit in etwa gleich verteilt. Es kann allerdings beobachtet werden, dass die Erkrankung besonders häufig bei Kindern und Jugendlichen und alten Menschen diagnostiziert wird.

Per Definition gelten nur diejenigen als krank, die innerhalb von 24 Stunden 2 aufeinanderfolgende Anfälle erlebt haben.

Man kennt weder die genaue Ursache noch konnte man bisher feststellen, ob es bestimmte genetische Prädispositionen gibt, die zu einer Epilepsie führen.

Klassische Therapie: Wie gut helfen Medikamente?

Bei der klassischen Therapie werden den Betroffenen oft verschiedene Medikamente verabreicht, die zukünftige Anfälle “blockieren” sollen. Denn ein tatsächliches Heilmittel gegen Epilepsie gibt es bis zum heutigen Tag leider nicht.

Folgende Medikamente kann der Arzt bei Epilepsie verschreiben (Auswahl):

  • Benzodiazepine
  • Carbamazepin
  • Ethosuximid
  • Levetiracetam
  • Oxcarbazepin
  • Phenobarbital
  • Phenytoin

Welches Mittel der behandelnde Arzt verschreibt, hängt auch von der Art der Epilepsie ab.

Ein bekanntes Problem der herkömmlichen Mittel sind die zum Teil starken Nebenwirkungen, die mit einer Einnahme einhergehen.

Diese können aber je nach Patient individuell variieren. Um die bestmögliche Wirkung zu erzielen, kann im Zweifel auch eine kombinierte Einnahme verordnet werden.

Während der Einnahme kann es auch zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen, sodass die eigentliche Wirkung verstärkt oder auch gehemmt wird. Insbesondere bei sogenannten Blutverdünnern (Gerinnungshemmer) kann es zu Wechselwirkungen kommen.

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von CBD auftreten?

Grundsätzlich sind nur sehr wenige Nebenwirkungen bekannt, die bei der Einnahme von CBD auftreten können. Das bestätigt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO):

“CBD wurde bei allen Patienten vertragen, ohne Anzeichen von Toxizität oder schweren Nebenwirkungen.”[4] (Übersetzung des Autors)

Dennoch kann es zum Beispiel bei einer Überdosierung von CBD-Öl zu Nebenwirkungen kommen (bspw. Kopfschmerzen oder Schläfrigkeit). Gesamthaft betrachtet, musst Du allerdings keine Angst vor schwerwiegenden Begleitsymptomen haben.

Wie sieht die optimale Dosierung aus?

Zur optimalen Dosierung dürfen wir leider keine konkreten Angaben machen. Das liegt an rechtlichen Bestimmungen, die innerhalb der EU gelten.

Im Gegensatz dazu dürfen in Kanada aber Empfehlungen in Bezug auf die Einnahme und Dosierung von CBD gemacht werden: Dort werden – bei oraler Einnahme (unter die Zunge) – pro Tag 2 x 4 Tropfen empfohlen.

Bitte konsultiere vor dem Konsum von CBD-Öl insbesondere bei ernsthaften Erkrankungen wie einer epileptischen Störung immer Deinen zuständigen Arzt, um eventuelle Unverträglichkeiten und/oder Wechselwirkungen im Vorfeld abzuklären.

CBD gegen Epilepsie – Unser Fazit

Bislang gibt es kein Heilmittel gegen Epilepsie. Allerdings gibt es Grund zur Hoffnung: Aktuelle Studien bestätigen, dass Cannabidiol bei Epilepsie helfen kann. Auch bei der Behandlung von Kindern, die oft am meisten unter dieser Krankheit leiden, verspricht die Verabreichung von CBD Besserung.

CBD ist noch kein ausgereiftes Heilmittel. Dennoch machen die neuesten wissenschaftliche Erkenntnisse Hoffnung…

[1] Tommy K.: Meine Erfahrung: das Leben mit Epilepsie, CBD; http://www.hanfol.eu/clanky/51-rezenzion-thommy-das-leben-mit-epilepsie (abgerufen: 11.10.2019)

[2] Orrin Devinsky, M.D., J. Helen Cross, Ph.D., F.R.C.P.C.H., Linda Laux, M.D., Eric Marsh, M.D., Ian Miller, M.D., Rima Nabbout, M.D., Ingrid E. Scheffer, M.B., B.S., Ph.D., Elizabeth A. Thiele, M.D., Ph.D., and Stephen Wright, M.D.: Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome, The New England Journal of Medicine, 25. Mai 2017, https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1611618 (abgerufen: 24.07.2019)

[3] Moran Hausman-Kedem, Shay Menascu, Uri Kramer: Efficacy of CBD-enriched medical cannabis for treatment of refractory epilepsy in children and adolescents – An observational, longitudinal study., 16. April 2018, The Japanese Society of Child Neurology, https://www.brainanddevelopment.com/article/S0387-7604(18)30112-8/fulltext (abgerufen: 24.07.2019)

[4] Expert Committee on Drug Dependence Fortieth Meeting: CANNABIDIOL (CBD) – Critical Review Report, 4.-7- Juni 2018, Genf, https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/CannabidiolCriticalReview.pdf (abgerufen: 25.07.2019)

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