CBD bei Morbus Crohn – Studie mit überraschendem Ergebnis!

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Morbus Crohn gilt als unheilbare chronische Krankheit. Durch den Einsatz von CBD-Öl könnte sich das jetzt aber ändern. Die Ergebnisse einer Studie sprechen eine deutliche Sprache: Bei 65% der Teilnehmer verbesserten sich die Symptome! Allerdings kommt die Untersuchung auch zu einem überraschenden Ergebnis…

Du hast Dich bereits über Morbus Crohn informiert und kennst die Besonderheiten der Krankheit? Dann kannst Du hier direkt zum Themenblock mit CBD springen!

Was ist Morbus Crohn?

Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronische Erkrankung des menschlichen Verdauungstrakts. Obwohl die Krankheit in der Regel Teile des Darms befällt, können theoretisch auch andere Elemente des Verdauungstrakts wie zum Beispiel die Speiseröhre oder der Mund betroffen sein.

Meist sind mehrere Abschnitte des Darms betroffen, die durch gesunde Abschnitte voneinander getrennt sind (segmentaler Befall, “skip lesions”).

Die Ursachen der Entzündung sind bis heute leider weitgehend unbekannt. Zur Zeit wird sie als Autoimmunerkrankung im weiteren Sinne eingestuft.

Begründet wird dies unter anderem mit dem fehlenden Nachweis eines konkreten Erregers und mit dem guten Ansprechen von Medikamenten, die das Immunsystem hemmen (z.B. Cortison).

Was allerdings festgehalten werden kann, ist, dass die Wahrscheinlichkeit, an Morbus Crohn zu erkranken bei Rauchern etwa doppelt so hoch ist wie bei Nichtrauchern![1]

Verbreitung der Krankheit

Morbus Crohn ist vor allem in den westlichen Industrienationen (z.B. USA, Deutschland) verbreitet. Allerdings steigt die Anzahl der Neuerkrankungen seit einiger Zeit auch in den sogenannten Schwellenländern im asiatischen und südamerikanischen Raum (z.B. Brasilien, Taiwan) an.

Gemessen an der Häufigkeit von Morbus Crohn, gehört Deutschland mit 322 Betroffenen pro 100.000 weltweit zu den Spitzenreitern.

Zum Vergleich: In Kanada gibt es etwa 319 Betroffene pro 100.000. Allerdings gibt es auch eine positive Nachricht zu vermelden: Denn die Häufigkeit blieb in den letzten Jahren stabil und nahm vereinzelt sogar ab.[2]

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Wie kann CBD bei Morbus Crohn helfen?

Um die Wirkung von CBD (Cannabidiol) bei Morbus Crohn zu untersuchen, wurde im Jahr 2017 in Israel eine entsprechende Studie durchgeführt. Unter der Leitung von Dr. Timna Naftali wurden 46 Personen mit mittelschwerem Morbus Crohn ausgewählt und in zwei Gruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1: Cannabisöl mit 15% CBD und 4% THC
  • Gruppe 2: Placebo

Der Behandlungszeitraum betrug 8 Wochen.

Da schon länger bekannt war, das Cannabis die Symptome von Morbus Crohn lindern kann, lag der Fokus dieser Studie darauf, herauszufinden, warum das so ist.

Im Vorfeld der Untersuchung wurden der Schweregrad der Symptome und die empfundene Lebensqualität empirisch festgehalten. Zudem wurden die vorhandenen Entzündungen des Darms beurteilt und eingeordnet.

Die Ergebnisse:

Nach dem 8-wöchigen Behandlungszeitraum konnten bei 65% der Teilnehmer aus Gruppe 1 (Cannabisöl), deutliche Verbesserungen der Symptome und der Lebensqualität festgestellt werden. Im Gegensatz dazu konnten bei der Gruppe 2 (Placebo) nur bei 35% der Personen Verbesserungen festgestellt werden.

Obwohl die Ergebnisse an sich sehr positiv sind, stellten die Forscher allerdings etwas überraschendes fest:

Trotz der enormen Verbesserungen der vorhandenen Symptome, konnten die Entzündungen im Darm selbst nicht eingedämmt werden.

Dr. Timna Naftali formuliert es folgendermaßen:

“Wir wissen, dass Cannabinoide tiefgreifende entzündungshemmende Wirkungen haben können, aber diese Studie zeigt, dass die Verbesserung der Symptome möglicherweise nicht mit diesen entzündungshemmenden Eigenschaften zusammenhängt.”[3] (Übersetzung des Autors)

Allerdings wollen die Wissenschaftler noch nicht aufgeben und die entzündungshemmenden Eigenschaften von Cannabis und CBD in Bezug auf Magen-Darm Erkrankungen weiter untersuchen.

Dr. Timna Naftali:

“Es gibt sehr gute Gründe anzunehmen, dass das Endocannabinoid-System ein potenzielles therapeutisches Ziel bei Morbus Crohn und anderen Magen-Darm-Erkrankungen ist.”[3] (Übersetzung des Autors)

Die Nachteile der herkömmlichen Therapie

Die Krankheit macht sich oft in Schüben bemerkbar. Das heißt, dass die Symptome während eines Schubs stark zunehmen und außerhalb der Schübe wieder abflauen.

Grundsätzlich gibt es entweder die Möglichkeit, die Anzahl der Schübe zu reduzieren oder die akut auftretenden Schübe zu bekämpfen.

Da es zur Zeit kein Mittel gibt, dass die Schübe effektiv verhindern kann, wird in der Medizin in der Regel auf die akute Behandlung der Schübe gesetzt. Dazu kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz, die aber allesamt teils schwere Nebenwirkungen haben.

Die Medikamente und ihre Nebenwirkungen (Auszug):

  • Cortison: Muskelschwund, verzögerte Wundheilung, Steigerung des Augeninnendrucks
  • Immunsuppressiva: erhöhter Blutdruck, Nierenschäden
  • TNF-alpha-Blocker: erhöhtes Infektionsrisiko, erhöhter Blutdruck

Aufgrund der genannten Nebenwirkungen wird eine Lösung benötigt, die die Symptome in den Griff bekommt und weniger oder gar keine Nebenwirkungen hat. Wie die oben erwähnte Studie zeigt, kann CBD diese Lösung sein. Allerdings steckt die Forschung zu diesem Thema noch in den Kinderschuhen.

Wie solltest Du CBD bei Morbus Crohn dosieren?

Du leidest unter Morbus Crohn und möchtest CBD-Öl als Alternative zu herkömmlichen Mitteln ausprobieren? Das finden wir großartig! – Leider dürfen wir zur Dosierung keine konkreten Angaben machen. Das liegt an rechtlichen Bestimmungen die diesbezüglich in der Europäischen Union (EU) gelten.

Allerdings dürfen im Gegensatz dazu zum Beispiel in Kanada konkrete Empfehlungen abgegeben werden. Dort wird den Verbrauchern geraten, pro Tag 2 x 4 Tropfen bei oraler Einnahme (unter die Zunge) einzunehmen.

Weitere hilfreiche Informationen findest Du in unserem ausführlichen Beitrag zum Thema ”Dosierung von CBD”.

CBD bei Morbus Crohn – Unser Fazit

Seit fast 90 Jahren ist das Krankheitsbild “Morbus Crohn” mittlerweile bekannt. Trotzdem gibt es bis zum heutigen Tage weder eine empirische Aussage über die Ursachen, noch gibt es wirklich effektive Heilmittel. Als Alternative zur herkömmlichen Therapie kann CBD-Öl dienen. Zwar befindet sich die Forschung hierzu noch am Anfang. Dennoch besteht Grund zur Hoffnung. Immerhin hat das CBD-Öl 65% der Studienteilnehmer geholfen…

[1] Crohn-Patienten sollten mit dem Rauchen aufhören, Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung, DCCV e.V., 15.05.2001, https://web.archive.org/web/20140228073639/http://www.dccv.de/no_cache/aktuelles/news/singleview/article/386/?cHash=cb87676282 (abgerufen: 12.08.2019)

[2] Prof Siew C Ng, PhD; Hai Yun Shi, PhD; Nima Hamidi, MD; Fox E Underwood, MSc; Whitney Tang, MPhil; Eric I Benchimol, MD; Prof Remo Panaccione, MD; Prof Subrata Ghosh, MD; Prof Justin C Y Wu, MD; Prof Francis K L Chan, MD; Prof Joseph J Y Sung, PhD; Dr Gilaad G Kaplan, MD: Worldwide incidence and prevalence of inflammatory bowel disease in the 21st century: a systematic review of population-based studies, 16. Oktober 2016, The Lancet, https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(17)32448-0/fulltext (abgerufen: 12.08.2019)

[3] Cannabis improves symptoms of Crohn's disease despite having no effect on gut inflammation, 21. Oktober 2018, EurekAlert!, https://www.eurekalert.org/pub_releases/2018-10/sh-cis101518.php (abgerufen: 12.08.2019)

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