Kann CBD bei Fibromyalgie helfen? – US-Forscher macht Hoffnung

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Kann CBD Öl bei Fibromyalgie helfen? Dieser Frage ist auch Ethan Russo, ein bekannter CBD-Forscher, nachgegangen. Sein Ergebnis macht Betroffenen Hoffnung… Wie Cannabidiol den Fibromyalgie-Patienten helfen kann und welche Nachteile die schulmedizinische Therapie mit Schmerzmitteln hat, erfährst Du in diesem Beitrag…

Was ist Fibromyalgie?

Bei Fibromyalgie handelt es sich um ein Krankheitsbild, bei dem die Betroffenen an chronischen Schmerzen leiden, die sich auf verschiedene Körperregionen erstrecken (es handelt sich allerdings um keine entzündliche Krankheit). Eines der zentralen Symptome ist eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit (“zentrale Sensitivierung”).

Zudem geht die Erkrankung häufig mit für eine Depression typischen Symptomen einher. Dazu gehören Ängste, Niedergeschlagenheit und das Gefühl enormer Erschöpfung. Allerdings handelt es sich nicht immer um eine tatsächliche Depression.

Es wird angenommen, dass sich das Vorkommen der Erkrankung nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen lässt. Vielmehr entsteht die Krankheit als Folge einer Kombination äußerlicher Umstände und Erlebnisse.

Insbesondere psychische Leiden lassen sich oft auf negative Erfahrungen wie zum Beispiel sexueller Missbrauch oder Gewalt zurückführen. Außerdem wird vermutet, dass auch die Gene für den Ausbruch der Krankheit mitverantwortlich sind.

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Unter welchen Symptomen leiden Fibromyalgie-Patienten?

Die Symptome von Fibromyalgie sind sehr vielfältig. Neben den körperlichen Schmerzen leiden die Patienten auch oft an psychischen Beschwerden:

  • Ängste
  • Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen (das Gefühl schlecht geschlafen zu haben)
  • verminderte Leistungsfähigkeit
  • Vergesslichkeit

Neben den Muskel und Gelenkschmerzen treten aber oft auch noch weitere körperliche Beschwerden auf:

  • Morgensteifigkeit
  • Rückenschmerzen
  • Schmerzen der Sehnen
  • Darmprobleme (z.B. Reizdarm)
  • Atembeschwerden

Wie kann CBD Öl bei Fibromyalgie helfen?

CBD Öl kommt in sehr vielen verschiedenen Situationen erfolgreich zum Einsatz. Grund dafür sind die vielfältigen positiven Effekte, die die Tropfen auf den menschlichen Körper haben können. Dazu zählen vor allem angstlösende, stressreduzierende und entspannende Effekte.

Durch die Modulation der Expression des Neurotransmitters Serotonin kann CBD (Cannabidiol) auch den Serotoninspiegel beeinflussen bzw. erhöhen.[1]

Dieser Neurotransmitter spielt zum Beispiel auch bei der Behandlung von Depressionen eine wichtige Rolle. Und da auch Fibromyalgie-Patienten oft an niedergeschlagener Stimmung bis hin zu einer Depression leiden, kann CBD hier behilflich sein.

Nach aktuellem Kenntnisstand könnte CBD Öl vor allem bei den psychischen Leiden der Patienten eine sinnvolle natürliche Alternative zur herkömmlichen Therapie darstellen.

Denn laut Studien hilft Cannabidiol sowohl bei Schlafstörungen als auch bei Angstzuständen (siehe dazu die beiden verlinkten Beiträge).

Können Studien die Wirkung von CBD bei Fibromyalgie belegen?

Bislang ist die Studienlage zum Thema Fibromyalgie leider noch relativ dünn. Allerdings gibt es von verschiedenen Forschergruppen bereits Mutmaßungen, wie und warum CBD bei Fibromyalgie helfen kann.

Der bekannte us-amerikanische Cannabis- und CBD-Forscher Dr. Ethan Russo formuliert beispielsweise folgendes Statement:

Migräne, Fibromyalgie, das Reizdarmsyndrom und verwandte Erkrankungen zeigen häufige klinische, biochemische und pathophysiologische Muster, die auf einen zugrunde liegenden klinischen Mangel an Endocannabinoiden hinweisen, der mit Cannabinoid-Medikamenten angemessen behandelt werden kann.[2] (Übersetzung des Autors)

Im Mangel an körpereigenen Endocannabinoiden liegt also möglicherweise eine Ursache für Krankheiten wie Migräne, Fibromyalgie und dem Reizdarmsyndrom. Natürlich muss diese Behauptung noch wissenschaftlich untermauert werden.

Wie sieht die korrekte Dosierung von CBD Öl bei Fibromyalgie aus?

Du leidest an Fibromyalgie und möchtest CBD Öl gegen Deine Beschwerden ausprobieren? Das ist wirklich Klasse! – Zur Dosierung dürfen wir Dir aufgrund rechtlicher Bestimmungen (EU) allerdings keine Empfehlungen aussprechen.

Um Dir aber dennoch einen Anhaltspunkt zu geben, möchten wir Dich auf die in Kanada empfohlene Dosierung aufmerksam machen. Im Land der großen Seen und Wälder wird geraten, 2 x 4 Tropfen pro Tag oral (unter die Zunge) einzunehmen.

Außerdem sollten die Verbraucher dort zunächst mit einem Produkt mit niedriger Konzentration (5%) beginnen. Nach einer Weile kann sich dann der Umstieg auf ein Öl mit höherer Konzentration (z.B. 10%) lohnen.

Wenn Du dazu weitere Informationen erhalten möchtest, legen wir Dir unseren hilfreichen Artikel zum Thema ”Dosierung von CBD” aus unserem Magazin ans Herz.

Ist Fibromyalgie heilbar? – Die Nachteile der herkömmlichen Therapie

Leider existiert für Fibromyalgie-Patienten bislang keine Therapie, die die Beschwerden wirklich effektiv bekämpfen kann.

Auch aus diesem Grund wird eine Alternative Behandlungsform dringend benötigt. Die bekannten Effekte von CBD und die Aussage des Wissenschaftlers Ethan Russo sprechen dafür, dass CBD Öl diese Alternative tatsächlich sein könnte.

Denn die Schulmedizin setzt bislang auf Schmerzmittel und andere Medikamente, die die Symptome bekämpfen sollen. Am meisten Erfahrungen hat man bisher mit Amitriptylin (eigentlich eine Antidepressivum) gemacht.

Zwar sind die langfristigen Ergebnisse gut, allerdings besitzt es auch eine lange Liste an Nebenwirkungen.
  • Tremor (Muskelzittern)
  • Kopfschmerzen
  • Störungen des Herz-Kreislauf-Systems

Einige Fälle sind so schwer, dass auf sehr starke Schmerzmittel zurückgegriffen werden muss. Diese haben zum Teil das Potential, abhängig zu machen (z.B. Tramadol).

Neben der Gabe von Medikamenten setzen viele Behandlungsansätze darüber hinaus auf Sport, regelmäßige Bewegung und Entspannungsübungen.

Gesamthaft betrachtet kommt die Schulmedizin bei der Krankheit jedoch schlichtweg an ihre Grenzen. Denn ein klares Konzept zur Bekämpfung der Beschwerden existiert bis heute nicht.

Übernimmt die Krankenkasse Cannabis- bzw. CBD-Therapien?

Zur Behandlung der Schmerzen bei Fibromyalgie fanden zuletzt auch immer wieder diverse Cannabis-Präparate (z.B. Dronabinol) Anwendung.

Die Krankenkassen übernehmen eine solche Schmerztherapie allerdings nicht. Und das trotz teilweise hervorragenden Ergebnissen.

Diese ablehnende Haltung lässt sich auch und vor allem mit der Leitlinie zur Behandlung von Fibromyalgie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.) begründen.

Zuletzt gab es diesbezüglich allerdings eine Menge Verwirrung. Mehr Informationen dazu erhältst Du in diesem Artikel der “Ärztezeitung”.

CBD bei Fibromyalgie – Unser Fazit

Leider existiert für Fibromyalgie immer noch keine eindeutige Therapie, die die Schmerzen und psychischen Leiden effektiv bekämpfen kann. Patienten müssen teils schwere Medikamente einnehmen, um die Schmerzen auszuhalten.

Laut neuesten Erkenntnissen kann CBD Öl eine natürliche Alternative bzw. Ergänzung während der Schmerztherapie darstellen. Ein Versuch ist es auf jeden Fall Wert…

[1] Alexandre R. de Mello Schier, Natalia P. de Oliveira Ribeiro, Danielle S. Coutinho, Sergio Machado, Oscar Arias-Carrión, José A. Crippa, Antonio W. Zuardi, Antonio E. Nardi, Adriana C. Silva: Antidepressant-Like and Anxiolytic-Like Effects of Cannabidiol: A Chemical Compound of Cannabis sativa, 23. März 2013, https://cbd-b.be/wp-content/uploads/2018/09/2014-Antidepressant-Like-and-Anxiolytic-Like-Effects-of-Cannabidiol.pdf (abgerufen: 15.08.2019)

[2] Dr. Ethan Russo: Clinical endocannabinoid deficiency (CECD): can this concept explain therapeutic benefits of cannabis in migraine, fibromyalgia, irritable bowel syndrome and other treatment-resistant conditions?, 2004, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15159679 (abgerufen: 15.08.2019)

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